Am Samstag, dem 14. März, erhielten Mitglieder von Hufeisern gegen Rechts in der Berlinischen Galerie einen Einblick in Leben und Werk des Künstlers Raoul Hausmann.
Eingeladen hatte uns der Kunst- und Kulturwissenschaftler Nils Philippi, einer der Kuratoren der Ausstellung „Raoul Hausmann 1886-1971 – Vision. Provokation. Dada.”
Die Einladung war ein Danke-Schön für einige Informationen über die Hausmann-Freunde Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki, bei denen sich Hausmann Anfang der 30er Jahren und zu Beginn des Jahres 1935 jeweils mehrere Wochen aufgehalten hatte.
In seiner zweistündigen Führung begegneten wir dem Mitbegründer der Berliner Dada-Bewegung als einen Menschen, der als universeller Künstler sein Schaffen in Collagen, Fotomontagen, Fotografien, Malerei, Klangexperimenten, visueller Poesie und literarischen sowie kunstprogrammatischen Schriften ausdrückte.
Wir lernten in diesem Gesamtwerk ein Beispiel für die Vielfalt, Widersprüchlichkeit und radikale Offenheit der künstlerischen Moderne des 20. Jahrhunderts zu entdecken.
Nils Philippi eröffnete uns mit seinen Erläuterungen anhand einzelner Werke sowie Lebensphasen von Hausmann ein Verständnis von der Geschichte der Avantgarde, in der Kunst sich nicht mit etablierten Wahrheiten abgibt, sondern diese immer wieder aufs Neue infrage stellt.
Hufeisern gegen Rechts bedankt sich ganz herzlich bei Nils Philippi, der uns diesen spannenden, mit faszinierenden Erkenntnissen gefüllten Nachmittag beschert hat.